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Mikroverunreinigungen: Qualitätsstandards gefordert

Medikamente und Pestizid spritzen verunreinigen das Wasser

Stoffe wie Medikamente und Hormone, Pestizide, aber auch gewisse Industriechemikalien können in vielen unserer Gewässer im Spurenbereich, d.h. in sehr tiefen Konzentrationen festgestellt werden (Mikrogramm bis zu Nanogramm pro Liter, d.h. Millionstel bis zu Milliardstel Gramm pro Liter).

Sie werden unter dem Begriff "Mikroverunreinigungen" zusammengefaßt und sind meist biologisch nur schwer oder nicht abbaubar. Ihre Bestimmung ist aufwendig und wird nicht routinemßsig durchgeführt.

Bei chronischer Einwirkund infolge Wasserkonsum schädliche Folgen nicht ausgeschlossen

In derart tiefen Konzentrationen haben die Substanzen - mit Ausnahme einzelner Pestizide - kaum eine akute Wirkung auf die Wasserlebewesen und sind für den Menschen unbedenklich.

Bei chronischer Einwirkung hingegen kann nicht ausgeschlossen werden, dass einzelne Stoffe schädliche Folgen für das Leben im Wasser haben.

Zudem sind sie im Trinkwasser unerwünscht.

Neue Standards festlegen

Von Seiten des Gewässerschutzes besteht die Forderung, daß für alle relevanten Stoffe, welche die Gewässer beeinträchtigen können, Qualitätsstandards festgelegt und eingehalten werden.

Das Amt für Umwelt und Energie (AFU) hat bereits verschiedene Messkampagnen zu Mikroverunreinigungen durchgeführt. Die Ergebnisse liegen in den unten aufgeführten Fachbeiträgen als Berichte vor.

Im Jahr 2006 startete der Bund das Projekt "Strategie MicroPoll" mit dem Ziel, den Eintrag von Mikroverunreinigungen in die Gewässer langfristig zu senken.

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March 19. 2017 01:13:24
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