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Wasserqualität Thur

Mehrheitlich gute Verhältnisse trotz hoher Abwasserfracht - Abwasser von rd. 300.000 Einwohnerwerten führt die Thur mit sich, wenn sie in den Thurgau fließt

Wenn die Thur bei Niederbüren den Kanton St.Gallen verläßt, führt sie das gereinigte Abwasser von rund 300'000 Einwohnerwerten aus 20 ARA mit sich.

Bei Niedrigwasser beträgt das Verhältnis von Flußwasser zu Abwasser denn auch nur noch zwei zu eins.

Der Ausbau fast aller ARA an Thur, Necker und Glatt hat jedoch dazu geführt, daß die Wasserqualität der Thur heute trotz dieser Belastung mehrheitlich gut ist. Früher war sie bezüglich Ammonium und Nitrit, aber auch bezüglich Phosphor deutlich schlechter.

Verbesserung des biologischen Zustandes

Biologische Untersuchungen, die im März 2004 vorgenommen wurden, stellen der Thur insgesamt ein gutes Zeugnis aus. Die Wasserwirbellosen-Gemeinschaft in der Thur besteht vorwiegend aus Insektenlarven, die aber nur in geringer bis mittlerer Dichte vorkommen.

Erfreulich ist, daß die jüngsten Untersuchungen der Wirbellosen, der Kieselalgen und des äußeren Aspektes eine deutliche Verbesserung gegenüber Untersuchungen aus den späten 80er Jahren zeigten.

Allerdings können auch heute noch mit zunehmender Flißtrecke vermehrt eher abwassertolerante Organismen beobachtet werden, während die ganz sensiblen Arten im Flußverlauf seltener werden.

Abnehmende Artenzahl im Fließverlauf

Ab der Stelle Jonschwil-Tüfenau fiel bei der Untersuchung der Wirbellosen auf, daß die Zahl der gefundenen Arten von Insektenlarven im Vergleich mit weiter oben gelegenen Stellen um 20 bis 30 Prozent abnahm.

Dies könnte auf die im Fließverlauf generell zunehmende Belastung der Thur mit Abwasser zurückzuführen sein, möglicherweise aber auch auf den Klärschlamm-Unfall auf der ARA Bazenheid im Juli 2002, bei dem die Thur massiv geschädigt wurde. (Mai 2008)

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March 19. 2017 01:13:24
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